Frühschicht für den HTV Meißenheim

Der Aufsteiger aus Meißenheim beginnt die neue Saison in der Handball-Regionalliga am Samstag bereits um 11 Uhr gegen den südbadischen Rivalen TuS Steißlingen. Dennis Ammel und Philip Zürcher verletzt.

Mit einem Heimspiel zu ungewöhnlicher Anwurfzeit beginnt am Samstag um 11 Uhr das Abenteuer Regionalliga für die Handballer des HTV Meißenheim. „Die Vorfreude hat sich in den vergangenen zwei Wochen nochmal spürbar aufgebaut, gepaart mit einer gewissen Anspannung“, merkt HTV-Coach Christoph Baumann vor dem Auftakt gegen den TuS Steißlingen an. Die ungewöhnliche Anwurfzeit, der Hochzeit von Ex-Spieler Timo Häß geschuldet, sollte keinen Spieler in negativer Hinsicht beeinflussen. „Wir haben kürzlich um genau diese Zeit auch gegen unsere A-Jugend getestet, um die Bedingungen zu simulieren. Es ist auch mal spannend, diesen Rahmen so zu erleben. Zudem wird genügend Adrenalin mit im Spiel sein, sodass dieses besondere Drumherum auch eher positiv einwirken kann“, glaubt Baumann, der selbst auf einer Hochzeit auf Mallorca weilt und deshalb nicht vor Ort sein wird.

Wiedersehen mit Sieck-Brüdern

Mit dem TuS Steißlingen und den Brüdern Leon und Lenny Sieck, die auch schon in der Ortenau in Schutterwald bzw. Willstätt spielten, kommt keine unbekannte Größe ins Ried. Beide Mannschaften haben vor zwei Jahren auf Oberliga-Niveau noch die Klingen gekreuzt, ehe die Mindlestäler vergangenes Jahr eine Stufe höher schritten. „Sie haben als Aufsteiger in der Regionalliga von Beginn an eine beachtliche Handschrift hinterlassen, lange Zeit ganz vorne mitgespielt und am Ende in der erweiterten Spitzengruppe des Klassements abgeschlossen. Für uns sind sie ein erster guter Gradmesser“, beschreibt Baumann.

Steißlingen bevorzugt ein schnelles Spiel von hinten heraus, vor allem die Achse Torhüter und beide Außen ist hervorzuheben. „Körperlichkeit und Tempo sind zwei Themen, die uns in dieser Liga mehr oder weniger stark begleiten werden. Auch dafür dürfte Steißlingen bereits ein erster Gradmesser werden“, stellt sich Meißenheims Coach vor.

Keine unbekannten Spieler

Respekt ist im Vorfeld von beiden Seiten aus zu spüren, denn auch die Gäste haben Entwicklung und Aufstieg des Riedvereins mitverfolgt. „In der Szene kennt man sich gut. Der TuS hatte vor der neuen Spielzeit ein paar Abgänge, die schmerzlich waren. Neue Spieler sind in den vergangenen zwei Jahren ebenfalls hinzugekommen, meist aus Ehingen oder von Konstanz II. Das sind ebenfalls keine unbekannten Spieler“, merkt Christoph Baumann an.

Zu den Aussichten seiner Mannschaft für Samstag sagt er: „Steißlingen hat vergangenes Jahr gezeigt, was generell über eine Saison hinweg möglich ist, als Aufsteiger in die Regionalliga zu kommen. Das ist nicht beliebig wiederholbar, wichtig muss aus unserer Sicht aber sein, auf diesem hohen Niveau möglichst keine längere schwache Phase hinzulegen. Das kann dann schon die Entscheidung bedeuten, weil der Abstand zum Gegner zu groß wird.“ Baumann kann sich „ein lange offenes Spiel“ vorstellen. Fehlen werden allerdings Dennis Ammel (muss erneut operiert werden) und der ebenfalls bereits längere Zeit verletzte Philip Zürcher.

Bericht: www.bo.de

Bild: Florian Schneider