Nach dem Sieg bei der HSG Ettlingen und dem Ausrutscher des TSV Schmiden ist der Handball-Oberligist nun punktgleich mit dem Spitzenreiter.
Der Samstagabend verlief ganz nach dem Geschmack des HTV Meißenheim. Mit dem 32:22 (14:12)-Sieg bei der HSG Ettlingen sicherte sich die Mannschaft von Christoph Baumann den zweiten Tabellenplatz, der zu Aufstiegsspielen berechtigt. Gleichzeitig verlor Primus Schmiden zu Hause gegen Schutterwald, wodurch beide Teams nun punktgleich sind, allerdings hat der HTV den direkten Vergleich verloren.
„Wir können bereits jetzt stolz auf diese Spielzeit sein. Der Druck liegt nun bei Schmiden – und wer weiß, was passiert, wenn wir unseren Job in den kommenden Wochen gut machen?“, fragte Baumann, ohne das M-Wort direkt zu bemühen. Dass der Konkurrent zu Hause stolpern könnte, darauf der HTV-Coach spekuliert: „Zu meinen Schutterwälder Zeiten hatten wir in Schmiden öfter gut ausgesehen.“
Seine Mannschaft lieferte in Ettlingen „nicht unser bestes Spiel ab“. Zwar zeigte sich HTV-Torhüter Mirco Zander in guter Form, und auch die Abwehr funktionierte. „Im Angriff haben wir aber zu viel weggeworfen“, merkte der Gästetrainer kritisch an. So entwickelte sich über 6:6 (16.) und 10:10 (25.) ein Spiel, das Meißenheim mit zwei Treffern Pausenführung gestaltete.
Nach Wiederanpfiff blieb die Situation zunächst wenig verändert. „Erst nach dem 16:19 wurde es zunehmend besser“, fand Baumann. Das mochte neben gesteigerter mentaler Klarheit auch an einem Einbruch des Gegners liegen, der sich gegen die jetzt deutlich dominierende Gästemannschaft aufrieb. Meißenheim drehte nun auf, legte zum 20:25 (47.) und 21:29 (55.) nach. „Wir wollen jetzt weiter Gas geben, den Druck auf die Spitze weiter erhöhen“, schloss Baumann.
Ettlingen – Meißenheim 22:32 (12:14)
Bericht: www.bo.de
