HTV Meißenheim erneut der Derby-Souverän

Der Tabellenzweite der Handball-Oberliga Baden-Württemberg, Staffel 1 zeigt sich auch im Rückrundenspiel gegen den TuS Schutterwald beim 34:25-Sieg überlegen. Beide Teams lassen viele Chancen liegen.

Der HTV Meißenheim hat mit einem entschlossenen Zeichen die Aufstiegsspiele fest zementiert und hält sich für mehr alle Chancen offen. Der Riedverein weist vier Spieltage vor Saisonende sieben Zähler Abstand zum Dritten TV Weilstetten auf, liegt selbst nur zwei Punkte hinter Primus TSV Schmiden, hat aber den direkten Vergleich verloren. Also ist alles noch drin, auch wenn HTV-Trainer Christoph Baumann am Donnerstag ganz bewusst nicht über Tabellenplätze reden wollte. Lieber freute er sich nach dem nie gefährdeten 34:25 (18:12)-Sieg im Derby gegen den TuS Schutterwald über „eine weitere konzentrierte Mannschaftsleistung, bei der wir dem Gegner keine großen Möglichkeiten ließen“.

Ähnlich wie im Hinspiel zeichnete sich der Sieg frühzeitig ab. „Wir hatten in den ersten Minuten schon breiten Zugriff in der Abwehr“, skizzierte Baumann. Schon nach dem 6:3 in Minute sieben zog das nach sich, „dass nicht allzu viele Würfe auf unser Tor kamen“.

Während sich der TuS an der Meißenheimer Defensive erfolglos abarbeitete, „war es offensiv nicht unser bestes Spiel“, merkte Baumann kritisch an. Unter anderem drei Siebenmeter und einige vermeintlich leichte freie Bälle verpufften. Doch das fiel angesichts der noch höheren TuS-Fehlerquote nicht allzu stark ins Gewicht. Meißenheim blieb bis zum 14:11 in Minute 27 nach längerer konstanter Führung von drei Treffern stabil, steigerte sich mit einem Zwischenspurt bis auf sechs Treffer Abstand zur Pause.

Nach ordentlichem Beginn haderte Gäste-Coach Julian Seigel vor allem mit dem letzten Drittel der ersten Hälfte seiner Mannschaft. „Hatten wir zuvor immerhin noch die Chance, mehrfach auf ein Tor ranzukommen, haben wir dann viel zu viele Fehler gemacht. Die Minuten vor und nach der Pause haben uns das Genick gebrochen“, stöhnte der Schutterwälder und sah sich zeitweise an das chancenlose Hinspiel erinnert.

Im Vergleich zu den Gästen konnte die HTV-Abwehr nochmals zulegen. Balleroberungen und konsequentes Behaupten in der Offensive brachten beim 24:14 (38.) die Vorentscheidung. „Die eine oder andere Zeitstrafe kam uns zupass, eigene Unterzahl-Situationen konnten wir kompensieren“, fand Meißenheims Coach, derweil Kollege Seigel spätestens ab diesem Zeitpunkt von „Freundschaftsspiel-Charakter“ sprach. „Da gab es bei uns keine Anstalten, der Partie irgendwie noch eine Wende zu geben“, kritisierte er.

In den letzten rund 20 Minuten plätscherte das Spiel vor sich hin. „Auch das Tempo wurde nicht mehr bis zum letzten Grad ausgereizt, was angesichts des Abstands aber auch nicht nötig war“, beschrieb auch Baumann. Über 30:21 (48.) strebte der Verfolger einsam dem Ende entgegen, „gerade die konstante Defensivleistung über 60 Minuten hat mir gut gefallen. Es war eine sehr gute Teamleistung“, zog Baumann einen sauberen Strich unter seine Betrachtung.

Bericht: www.bo.de

Bilder: Florian Schneider