HSG Nonnenweier/Ottenheim sichert noch ein Remis

Handball-Landesligist HTV Meißenheim II bringt eine Vier-Tore-Führung kurz vor Ende nicht ins Ziel und muss sich im Derby mit einem 30:30 begnügen.

Das Lokalderby in der Handball-Landesliga zwischen HTV Meißenheim II und HSG Nonnenweier/Ottenheim endete am Ende mit einem kaum noch für möglich gehaltenen 30:30 (16:11). Die Gastgeber hatten bis vier Minuten vor Schluss noch klar mit 30:26 geführt.

In den ersten rund 20 Minuten und einem Zwischenstand von 7:8 war die HSG tonangebend, kam über ihr Tempospiel und eine kompakte Offensivabwehr zum gelungenen Start. „Danach fehlte die Präsenz in der Abwehr. Wir haben Meißenheim zu viele einfache Wurfsituationen ermöglicht. Dazu kamen viele überhastete Angriffe“, fand Robin Ziegler (HSG-Trainerteam). So steigerte sich die HTV-Reserve über 12:10 (26.) auf eine Fünf-Treffer-Führung zur Pause. „Die Vorteile lagen da auf unserer Seite. Wir haben allerdings auch immer wieder zu leichtsinnig agiert“, sagte HTV-Trainer Lars Kienzler zu diesem Abschnitt der Begegnung.

Nach Wiederaufnahme der Partie dominierten die Hausherren zunächst weiter, zogen gar auf sieben Tore (19:12/35.) weg. „Wichtig war, dass der Fokus erhalten blieb, denn bei noch einem oder zwei Gegentreffern mehr wäre es wohl erledigt gewesen“, sagte Ziegler realistisch. Schrittweise kämpfte sich der Gast zurück ins Geschehen, hatte in der einen oder anderen Situation Glück, auch den einen oder anderen günstigen Pfiff in engen Situationen. „Es war ein intensives, zunehmend wildes Spiel mit vielen Emotionen. Wir haben uns von der Atmosphäre ein Stück weit beeindrucken lassen“, merkte Kienzler an. Der Rückstand schmolz über 23:19 (45.) und 26:23 (52.). Dennoch führte Meißenheim, das nun zu hektisch wurde, vier Minuten vor dem Ende noch mit vier Treffern.

Doch die HSG schaffte mit viel Risiko und geöffneter Abwehr noch die Wende, wobei Ziegler insbesondere die Vorbildfunktion von Spielern wie Hannes Emrich, Dominik Oberle und Jannik Stahl, aber auch den rackernden Bastian Hug hervorhob. „Wir sind über Moral gekommen, am Ende können beide Mannschaften mit dem Punkt gut leben“, fand Ziegler. Anders sah es Kienzler: „Die Punkteteilung tut uns weh. Wir hatten den Sieg in der Hand, haben aber schon in Halbzeit eins verpasst, das Spiel zu entscheiden.“

Meißenheim II – HSG Nonnenweier/O. 30:30 (16:11)

Bericht: www.bo.de