Die Mannschaft aus dem Ried tritt an diesem Freitagabend im Spitzenspiel beim punktgleichen TSV Schmiden an.
Es ist das aktuell kleine Endspiel zweier Mannschaften, die sich von der Konkurrenz ab Platz drei bereits ein Stück weit abgesetzt haben. TSV Schmiden gegen HTV Meißenheim – beide rangieren nach dem jüngsten Patzer der Schwaben nun gar punktgleich mit jeweils 24:6 Zählern gemeinsam an der Spitze der Handball-Oberliga Baden-Württemberg, Staffel 1. Klar ist: Sollte es am Freitagabend (20.30 Uhr) überhaupt einen Sieger geben – schließlich endete das Hinspiel mit einem Unentschieden – ist damit weder die Meisterschaft noch die weitere Saison entschieden. Es geht darum, für die kommenden 14 Tage, sozusagen als „Fasnachtsmeister“, von der Spitze des Klassements aus das Feld zu grüßen.
In Meißenheim sieht man die Bedeutung der Begegnung weitgehend pragmatisch. „Wir haben uns dieses Spiel über Wochen durch unsere konstanten Leistungen verdient. Es wird spannend, nach Schmiden zu fahren und einfach mal zu schauen, wie wir uns im Vergleich zum Hinspiel präsentieren. Wir haben uns vorgenommen, zwei, drei Details, die damals nicht so gut umgesetzt wurden, besser zu machen“, skizziert HTV-Trainer Christoph Baumann.
Schmiden mit Druck
Der TSV Schmiden habe den Heimvorteil auf seiner Seite, aber auch den Tick mehr Druck. „Schließlich haben sie von Saisonbeginn an klar kommuniziert, dass sie aufsteigen wollen. Ob das im Spiel selbst eine Rolle spielen wird oder kann, kommt auf den Verlauf an“, denkt sich Baumann.
Beim Riedverein wurde in der Vorbereitung der Fokus auf eigene Themen gelegt, weniger will man sich auch diesmal am Gegner orientieren. „Es gab in den vergangenen Jahren ein paar Spiele, die unsere Weiterentwicklung als Kollektiv definiert haben. Im besten Fall könnte dieses hinzukommen“, kann sich Meißenheims Coach vorstellen. Kadertechnisch kann er nahezu aus dem Vollen schöpfen.
Bericht: www.bo.de
Bild: Florian Schneider
