Der Handball-Oberligist hat die Vorrunde auf dem hervorragenden zweiten Platz abgeschlossen und steht nun vor schweren Wochen.
Als Tabellendritter der Südbadenliga hatten sich die Handballer des HTV Meißenheim nach dem Ende der vergangenen Saison für die neue Oberliga Baden-Württemberg qualifiziert und waren damit erstmals seit 1978 wieder außerhalb von Südbaden am Ball. Nach Abschluss der Vorrunde ist die Mannschaft mit 20:6 Punkten quasi auf Augenhöhe mit Spitzenreiter TSV Schmiden (21:5) und derzeit klar die Nummer zwei im Ortenauer Handball. Eine Demonstration der Stärke war der 39:29-Sieg am Samstag beim weiterhin kriselnden TuS Schutterwald.
Nicht nur aufgrund des Derbysieges fällt das Zwischenfazit von Christoph Baumann positiv aus. „Die Vorrunde hat gezeigt: Wir können gegen alle Mannschaften gewinnen. Wenn man aber nicht ganz so gut spielt, wird man auch gleich bestraft“, so die Erfahrung des Trainers der HTV Meißenheim. Seit 2022 ist der 37-Jährige gemeinsam mit Felix Zipf bei seinem Heimatverein in der Verantwortung und hat eine Mannschaft geformt, die viel Qualität, Potenzial und Zukunft hat. Da wurden in den vergangenen Jahren nicht nur Top-Shooter und Ex-Zweitligaspieler Alexander Velz (SG BBM Bietigheim) oder die Brüder Dennis Ammel (TuS Altenheim) und Dustin Ammel (SG Köndringen/Teningen) zurückgeholt, sondern immer wieder auch junge Spieler eingebaut. „Wir haben einen sehr starken Jahrgang 2007/08, da haben wir viele Optionen“, freut sich Baumann und nennt stellvertretend Colin Bedard und Ben Weiser, die auch in Schutterwald auf dem Feld standen.
Gerade für diese jungen Spieler biete diese neue Oberliga Baden-Württemberg einen großen Mehrwert. „Für sie ist es cool, mal in Weilstetten oder Pforzheim zu spielen.“ Andererseits sei es auch reizvoll, der Konkurrenz zu zeigen, „wo Meißenheim auf der Landkarte liegt“, schmunzelt Baumann und ist auch sportlich begeistert: „Das Niveau ist top, die Liga macht richtig viel Spaß. Es gibt keinen Gegner, bei dem man sagt: Den hauen wir jetzt weg.“
Grundsätzlich hat der langjährige Spielmacher in der Vorrunde aber beobachtet, „dass wir breiter aufgestellt sind als andere“. Wie weit die Mannschaft am Saisonende damit kommt, mag er jetzt aber – zumindest öffentlich – noch nicht einschätzen, verweist stattdessen auf die kommenden Wochen. Am Samstag geht es zur HSG Konstanz II (6./14:12 Punkte), danach kommt die SG Pforzheim/Eutingen (5./15:11), dann muss man zum Spitzenspiel beim TSV Schmiden (1./21:5) antreten und schließlich beim TV Weilstetten (4./15:11). „Das ist ein hartes Programm mit vier Mannschaften unter den ersten sechs der Tabelle. Wenn diese Spiele vorbei sind, können wir auf die Tabelle schauen“, so Baumann.
Bericht: www.bo.de
