Rote Karte gegen Velz für den HTV Meißenheim ein Wachrüttler

Der Handball-Oberligist siegt am Ende unerwartet deutlich mit 38:33 beim SV Leonberg/Eltingen und untermauert seinen zweiten Tabellenplatz.

Der HTV Meißenheim musste zum Jahresabschluss noch mal ein hartes Brett bohren, setzte sich am Ende aber mit 38:33 (18:17) beim SV Leonberg/Eltingen durch. Die Begegnung veranschaulichte nochmals all jene Eigenschaften, die den Riedverein seit Wochen zur zweitbesten Mannschaft der Handball-Oberliga, Staffel 1, gemacht haben.

In den ersten 30 Minuten versteckten sich die Gastgeber nicht. Im Gegenteil. „Wir haben einige Zeit gebraucht, um uns an ihre Spielweise zu gewöhnen“, bekannte HTV-Trainer Christoph Baumann offen. Beide Mannschaften lagen im ersten Abschnitt abwechselnd vorne, ehe eine knappe Führung der Gäste beim Seitenwechsel stand. „Uns hat zuweilen das Spielglück gefehlt, dadurch war in Hälfte eins etwas der Wurm drin. Aber wichtig war, dass wir kurz vor der Pause noch in Führung gehen konnten“, befand Baumann.

Auch nach dem Seitenwechsel musste der HTV zunächst einiges wegstecken. Leonberg drehte das Spiel zum 22:19 in Minute 38, zwei Minuten später verlor man in Alexander Velz einen Leistungsträger durch Disqualifikation. Statt den Gast zu schwächen, hatte die Rote Karte den gegenteiligen Effekt. „Das war ein Wachrüttler. Emotional war die Mannschaft sofort wieder da, die Körperspannung ganz anders. Fortan hieß es aus unserer Sicht ‚Jetzt erst recht‘, gerade in der Abwehrarbeit, die immer besser wurde“, beobachtete Trainer Baumann.

Beim 23:23 (42.) stand der Ausgleich, nun setzte der Riedverein auch dank seiner Kaderbreite die Akzente. „Bei Leonberg musste die erste Sechs viel ackern, während bei uns immer wieder Spieler nachkamen, die zuschlagen konnten. Zum Ende hin hatten wir so noch einiges zuzusetzen“, skizzierte der Gästetrainer. Mit dem 25:27 (48.) steuerte der HTV klar Richtung Sieg. Nochmals wurde das Tempo erhöht, sodass der Sieg mit 38:33 deutlicher ausfiel als erwartet. „Vielleicht etwas zu hoch am Ende, aber wir haben dieses harte Stück Arbeit erfolgreich bewältigt“, stellte Baumann zufrieden heraus, für dessen Team es am 17. Januar beim TuS Schutterwald weitergeht.

Leonberg/Eltingen – Meißenheim 33:38 (17:18)

Bericht: www.bo.de