Handball-Landesligist HTV Meißenheim II setzt sich in einer engen Schlussphase mit 34:33 gegen die HSG Dreiland durch.
Ein in dieser Konstellation verrücktes Spiel entschied Handball-Landesligist HTV Meißenheim II am Samstag mit 34:33 (16:18) gegen die HSG Dreiland für sich.
Die HTV-Reserve führte drei Minuten vor Schluss mit 33:30, doch der Gast verkürzte bis auf ein Tor. HTV-Trainer Lars Kienzler hatte zuvor Christoph Baumann (Trainer Herren I) nach 53 Minuten wie abgesprochen zur Trainerbesprechung für das anschließend stattfindende HTV-Spiel gegen Ettlingen entlassen. Durch verschiedene Umstände, etwa eine schwere Knieverletzung von Rene Bachmann, die zu längerer Unterbrechung führte, verzögerte sich die Schlussphase. „Auf einmal stand in der Auszeit beim 33:33 Christoph, der von der Besprechung wieder zurück war, neben mir. Als er fragte, ob er noch mal aufs Feld sollte, habe ich ihn nur zu gerne gelassen“, lachte Kienzler. Mit siebtem Feldspieler auftretend, gelangte der Ball Sekunden vor Schluss zu Baumann – der prompt zum 34:33-Endstand ins leere Tor zielte.
„So etwas habe ich auch noch nie erlebt. Ein Spieler geht zwischendurch, kommt wieder zurück und erzielt wie nebenbei mal die Entscheidung – absurd, völlig verrückt, aber es passte zu diesem Spiel“, schüttelte der HTV-Coach den Kopf. Zuvor hatten die Gastgeber in der ersten Halbzeit „praktisch keinen Zugriff in der Abwehr bekommen. Offensiv war es dagegen in Ordnung.“
Dreiland stellte sich als unbequemer, körperlich starker Gegner mit einem modernen Handball vor. Ausgeglichen bis zum 13:13 (25,), setzte sich die HSG zur Pause wieder mit zwei Toren an die Spitze. In den zweiten 30 Minuten entwickelte sich ein wildes Hin und Her. Meißenheim lag beim 27:25 (44.) vorne, ehe nach 51 Minuten ein 29:29 zu Buche stand. Danach brach die kuriose Schlussphase an – mit dem geschilderten Ausgang zugunsten des Riedvereins.
Bericht: www.bo.de
