HSG Nonnenweier/Ottenheim bringt wildes Spiel erfolgreich zu Ende

Die Gastgeber setzten sich im Derby der Handball-Landesliga gegen den HTV Meißenheim II mit 30:29 durch.

Im Landesliga-Riedderby besiegte die HSG Nonnenweier/Ottenheim am Samstag vor rund 220 Zuschauern in der Rheinauenhalle den HTV Meißenheim II hauchdünn mit 30:29 (16:14). Spannend war die Begegnung bis zum Ende, wobei beide Mannschaften den Ausgang etwas anders interpretierten.

Bereits in den ersten 30 Minuten gelang den Gastgebern ein starker Start, der sich über das 7:5 (9.) zum 9:9-Remis (17.) entwickelte. „Durch vermehrte Rotation brauchen wir in veränderter Konstellation immer fünf bis zehn Minuten, dann aber läuft es. Das war auch im Derby so“, erklärte HTV-Trainer Lars Kienzler. Ein paar Fehler der Gäste führten dazu, dass die HSG bis zur Pause wieder etwas davonziehen konnte. Nach dem 14:10 drei Minuten vor der Pause waren es zum Seitenwechsel noch zwei Treffer Abstand.

„Dass es mitunter wild werden kann in unserem Spiel, ist angesichts unserer vielen jungen Spieler eingepreist. Dennoch haben wir es über weite Strecken gut hinbekommen“, fand Felix Gässler (HSG-Trainerteam) und sprach mit Respekt vom Gegner: „Das ist eine richtig coole Mannschaft mit jungen, sehr gut ausgebildeten Spielern, die einen modernen Handball spielen. Bei aller Rivalität hat das Derby sehr viel Spaß gemacht.“

In Halbzeit zwei einer „engen, kampfbetonten Begegnung“ (Kienzler) kam der Gast unmittelbar wieder zurück, verkürzte in Minute 36 auf 18:17. Die Wende blieb aber aus, da die HSG wieder zum 24:20 (45.) vorlegte. „Zum ersten Mal sind die Spieler mit der Überzeugung an die Sache herangegangen, das Spiel nicht aus der Hand zu geben. Das war spürbar“, wollte Gässler erkannt haben.

Die Gäste zeigten indes eine große Moral und waren ab dem 25:25 auf Augenhöhe. „Schade war, dass wir beim 28:28 zwei Bälle wegwerfen, sonst wäre mindestens ein Punkt realistisch gewesen. Kleinigkeiten haben am Ende entschieden“, fand Kienzler. Gegenüber Gässler war derweil „froh, dass wir gewonnen haben“ und hob hervor: „Es hat jeder gebrannt, wobei wir uns im Tempospiel weiter steigern können.“

Bericht: www.handball.bo.de