Der Gastgeber entscheidet das Auftakt-Derby der Handball-Oberliga, Staffel 1 gegen den TuS Altenheim mit 38:31 für sich. Gäste können gut 45 Minuten mithalten.
Gastgeber HTV Meißenheim entschied am Freitagabend das Ried-Derby zum Auftakt der Handball-Oberliga mit einem 38:31 (19:18) über den TuS Altenheim für sich. Während die Gäste rund 45 Minuten auf Augenhöhe agierten, gaben am Ende größere Kraftreserven und mehr Wechseloptionen den Ausschlag.
Vor einer tollen Kulisse verliefen die ersten 30 Minuten abwechslungsreich auf meist ausgeglichenem Niveau. Der HTV fand schnell in die Begegnung, bekam aber Probleme, weil Defensiv- und Torhüterleistung, ähnlich wie beim TuS, nicht durchgängig griffen. Meißenheim lag beim 11:9 (14.), der Gast beim 12:14 (22.) ein wenig vorne, ehe sich alles beim 19:18 einpendelte.
Abwehrprobleme
„Der Pausenstand mit 37 Treffern sprach schon Bände. Offensiv hatten beide im Umkehrschluss weniger Probleme. Altenheim hat viele Situationen gut gelöst, wir haben bis kurz vor der Pause gebraucht, um etwas besser rein zu finden“, sagte HTV-Trainer Christoph Baumann. Gegenüber Robin Haller sah in der ersten Hälfte „eine weitgehend gute, auch effiziente Leistung, wir waren vollkommen konkurrenzfähig. Das macht Hoffnung für den weiteren Verlauf einer anspruchsvollen Spielzeit“.
Die zweite Hälfte begann mit klaren Vorteilen auf Meißenheimer Seite. „Wir haben uns zunehmend schwerer getan, im Spiel zu bleiben. Gerade defensiv hat es da auch qualitativ an einigen Stellen gefehlt“, merkte Haller an. Der HTV zog schnell auf 23:20 (34.) weg, doch Altenheim schaffte auch hier nochmals den Anschluss und war beim 24:24 (37.) heran. „In dieser Phase hatten wir ein paar passende Aktionen in der Abwehr, aber der TuS hat sich nicht aufgegeben und hat es, immer mit Blick auf personelle Änderungen, gut gemacht“, brachte es Baumann auf den Punkt.
Als Philip Kugler in dieser Situation mit einem Siebenmeter scheiterte und die erneute Führung verpasste, stand diese Szene hinterher ein wenig symbolisch für die weitere Entwicklung. Über 28:26 (44.) und 33:27 (49.) stürmten die Hausherren nun entscheidend davon.
Noch Luft nach oben
„Der HTV hat weniger Fehler gemacht, zudem gingen bei uns in der Schlussphase zunehmend Kraft und Konzentration weg“, beobachtete Robin Haller. Christoph Baumann stufte den am Ende noch souveränen Heimsieg einerseits als zufriedenstellend ein. Dennoch sagte er: „Es war in Ordnung, aber gerade in der Defensive dürfen wir uns keine Phasen wie in der ersten Halbzeit leisten. In anderen Begegnungen kommst du dann womöglich nicht mehr zurück ins Spiel. Es ist noch Luft nach oben.“
Altenheims Trainer Haller sah einen „bis zur 45. Minute ordentlichen und auch vernünftigen Start. Die Einstellung stimmt, einige Schwächephasen im Spiel haben mir, auch angesichts der vielen technischen Fehler, zu lange gedauert. Daran müssen wir arbeiten.“
Während der HTV Meißenheim am kommenden Samstag beim TV Ehingen antreten muss, erwarte der TuS Altenheim am Sonntag (17 Uhr) den SV Leonberg/Eltingen.
Meißenheim – Altenheim 38:31 (19:18)
Meißenheim: Bader, Zander 1; Zürcher 7/6, Huser 3, Funke 3, Haag, Schröder 1, P. Hasemann 1, Velz 8, Dennis Ammel 1, J. Hasemann 6, Dustin Ammel 4, Jochheim, Fink 3.
Altenheim: Henke, Schäfer; Heini, L. Waldmann, Heidt 6, Pauli 2, Kircher, Biegert 5, Mild 1, Kugler 3/1, Adam 4, Funk 4, Pfaff 1, Schnurr 1, J. Waldmann 4.
Bericht: www.handball.bo.de
Bilder: Florian Schneider



































































































































































